| Topinambur als Heilpflanze |
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Topinambur - Eine unterschätzte Heilpflanze Deutsche Kartoffel, Erdartischocke, Erdäpfel, Erdbirne, Erdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, das sind nur einige Namen der wohlschmeckenden Knolle der Topinambur-Pflanze (Helianthus tuberosus) Die Pflanze, die zur Gattung der Sonnenblumen zählt, stammt aus Nord- und Mittelamerika. Sie gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit. Anfang des 17. Jhr. wurde in Nouvelle France (heute Kanada) Topinambur bei den dort heimischen Indianern entdeckt. Diese verwendeten die Knolle als Grundnahrungsmittel und für ihre langen Wanderungen, da sie die appetithemmende Wirkung schätzten. Die französischen Siedler brachten Topinambur nach Frankreich und führten sie dort als Delikatesse an den Fürstenhöfen ein. Von dort aus verbreitete sich Topinambur rasch und erreichte um 1900 eine Anbaufläche von ca. 80.000 ha. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts war die „Erdartischocke“ in Deutschland Grundnahrungsmittel. Später wurde Topinambur von den kalorienreicheren Kartoffeln verdrängt. Wiedergeburt Zur Zeit erlebt die Topinambur-Pflanze eine Art Wiedergeburt, weil sie als Heilmittel gegen aktuelle Gesundheitsprobleme „entdeckt“ wurde. Unter ihrer lateinischen Bezeichnung Helianthus tuberosus ist Topinambur in der Liste E der Heilpflanzen aufgeführt. Was ist nun das Besondere an Topinambur? Inulin Anstelle von Stärke, also polymer gebundener Glukose, die den glykämischen Index erhöht, enthält Topinambur das Kohlenhydrat Inulin, das ist polymer gebundene Fruktose. Das Kohlehydrat Inulin hat – im Gegensatz zur Stärke - die Eigenschaft nach dem Verzehr kaum Insulin aus der Bauchspeicheldrüse abzurufen. Inulin ist Insulin unabhängig. Topinambur wird deshalb besonders Diabetikern und Übergewichtigen empfohlen. Inulin schützt vor Dickdarmkrebs Prebiotisch Im Darm können Mikroorganismen, wie Laktobazillen und Bifidobakterien, das Inulin durch spezielle Enzyme in kleinere Oligofruktosen und organische Säuren zerlegen. Diese Bakterien nutzen das Inulin als Nährstoff für ihre eigene Vermehrung. Dieser Vorgang wird Prebiotik genannt und bedeutet, dass körpereigene Bakterien gestärkt und krankhafte Bakterien gebremst werden. Der Abbau des Inulins senkt den Säurewert (pH) des Darmes. Durch das saurere Milieu wird die Aufnahme von Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Eisen verbessert. Die bis zu 20% höhere Aufnahme von Kalzium bedeutet eine messbare Osteoporose Vorbeugung. Vitamine, Elektrolyte, Spurenelemente Topinambur-Knollen enthalten viele wichtige Vitamine wie Karotin, B1, B2, B6, C, D, Nicotinsäure und Biotin, sie haben einen hohen Kaliumgehalt (400 - 800 mg / 100g) und enthalten zahlreiche Spurenelemente. Wir besitzen also mit Topinambur eine ungewöhnliche und preiswerte Heilpflanze, die folgende Eigenschaften hat:
Topinambur gibt es in Form von Pulver, Saft, Chips, Knäckebrot, Flocken, Granulat und frischen Knollen in Apotheken, Drogerien oder direkt bei den Erzeugern.
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