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Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet wird in Mexiko vermutet. Heute ist die Art im zentralen und östlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika verbreitet. Sie gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit. Heute wird Topinambur in fast allen Kontinenten angebaut. Hauptanbaugebiete befinden sich in Nordamerika, Russland, Australien und Asien. In Europa wurde die süßlich schmeckende Knolle Mitte des 18. Jahrhunderts weitgehend von der Kartoffel verdrängt. Sie wird nur noch mit geringer wirtschaftlicher Bedeutung in Südfrankreich und den Niederlanden angebaut. In Deutschland findet man nur kleine Anbaugebiete.

Anfang des 17. Jhr. wurde in Nouvelle France (heute Kanada) Topinambur bei den dort heimischen Indianern entdeckt. Diese verwendeten die Knolle als Grundnahrungsmittel und für ihre langen Wanderungen, da sie die appetithemmende Wirkung schätzten.

Die französischen Besetzer brachten Topinambur nach Frankreich und führten sie dort als Delikatesse an den Fürstenhöfen ein. Von dort aus verbreitete sie sich rasch und erreichte um 1900 eine Anbaufläche von ca. 80.000 ha. Wahrscheinlich liegt der Ursprung der Pflanze in den Anden, da ihr weder große Hitze noch Kälte etwas ausmachen.

Die Knollen waren im 19. Jahrhundert ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel.


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