Wildacker mit Topinambur

Topinambur (Helianthus tuberosus) ist ein Sonnenblumengewächs, das  2,5 – 4 m hoch werden kann. Die mehrjährige Pflanze bildet zahlreiche frostharte Knollen aus mit einem hohen Anteil an Mineralien, Eiweiß und dem Mehrfachzucker Inulin. Das Kraut der Topinambur , die im Herbst schöne gelbe Blüten bildet, ist rau und wird von Tieren sehr gerne angenommen. Die Stängel sind markhaltig und durch ihre Standfestigkeit als Windschutz geeignet.

Topinambur ist ein Schwachzehrer und kommt mit fast allen Bodenarten zurecht. Außer auf staunassen Bereichen können mit Topinambur abwechslungsreiche und wertvolle Dauerwildäcker gebildet werden.

Die Vorteile für den Jäger und das Wild erschließen sich aus der enormen Vielseitigkeit der Pflanze.

–          Dauerwildacker schont die Bodenbearbeitung und bildet abwechslungsreiche ökologisch wertvolle Bestände

–          das Kraut bietet Deckung im Sommer und Äsung im Herbst. Das abgestorbene Kraut bildet selbst im Winter noch eine optimale Deckung für Nieder- und Hochwild

–          die frostharten Knollen garantieren den ganzen Winter eine wertvolle und schmackhafte Äsung, der Wildverbiss auf angrenzende Reviere läßt deutlich nach

–          die Knollen treiben einmal gepflanzt immer wieder aus und bilden so ohne Pflegeaufwand andauernden Bestand

–          Topinambur ist durch seine Standfestigkeit und Höhe ein idealer Windschutz, die attraktiven Blüten bilden im Spätsommer und Anfang Herbst eine gute Bienenweide

Topinambur Wildäcker lassen sich mit geringem Aufwand anlegen. Eine Düngung ist nicht notwendig und bei nur mäßigem Wilddruck braucht Topinambur als WildackerTopinambur nicht eingezäunt zu werden. Die einzige Pflegemaßnahme beschränkt sich darauf den Topinambur im ersten Standjahr bis zu einer Höhe von 20 cm möglichst unkrautfrei zu halten. Ab dieser Höhe, die Mitte Mai erreicht wird, ist Topinambur so wüchsig, dass andere Pflanzen im Bestand unterdrückt werden.

Optimale Pflanzzeit ist im April oder bei geringem Wilddruck auch im Herbst. Pro Hektar werden 1,5 t Pflanzgut benötigt. Die Knollen werden wie Kartoffeln gesetzt. Am Besten in Reihendammkultur mit einem Reihenabstand von 75 cm und einem Abstand in der Reihe von 30 cm. Es ist aber auch möglich eine Pflanzfurche zu ziehen und die Knollen dort abzulegen.

Ideal ist die Gestaltung des Wildackers in Streifen von 5- 7m Breite die sich mit anderen Wildackerstreifen abwechseln. Durch diese Art der Anlage finden Nieder- und Hochwild die optimalen abwechslungsreichen Lebensräume mit idealen Versteck und Fluchtmöglichkeiten.

Die abgestorbenen Stängel sollten den ganzen Winter über auf dem Wildacker als Deckung verbleiben. Sollte im angrenzenden Revier der Wildverbiss stark sein können die Knollen im Herbst und Winter angepflügt werden um die Tiere darauf anzusetzen und den Wilddruck im Revier zu reduzieren.  Das Wild sollte sich aber in der Regel sein Futter selbst frei schlagen.

Topinambur Wildacker im WinterMit Topinambur haben Sie die Möglichkeit einen optimalen, ökonomisch und ökologisch wertvollen Wildacker anzulegen. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie auf Dder Website der Topinambur Manufaktur

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